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Voraussetzung ein Haus zu bauen; ist das passende Grundstück. In begehrten Lagen ist Bauland oft Mangelware und sehr preisintensiv. Hinzu kommt, dass die meisten Bauinteressenten „unerfahren“ sind und Risiken auf den ersten Blick nicht erkennen. Deshalb sollten sich angehende Bauherren vor dem Kauf besonders gut informieren und im Zweifelsfalle einen Gutachter aufsuchen.

HINWEISE ZUM GRUNDSTÜCKSERWERB

  1. Nicht auf jedem Grundstück lässt sich jeder Bauwunsch realisieren. Selbst auf baureifem Land ist nicht jede Maßnahme zulässig. Informationen zu den Bebauungsmöglichkeiten im Rahmen eines Bebauungsplanes gibt es beim zuständigen Bauamt der Gemeinde.
  2. Jeder Bauherr sollte sich im Vorfeld über die Historie und Gegebenheiten rund um das gewünschte Grundstück informieren. Gespräche mit den Nachbarn können hier sehr aufschlussreich sein, insbesondere wenn diese erst vor kurzem gebaut haben. Frühere gewerbliche Nutzungen oder die Nähe zu einer ehemaligen Deponie können das Risiko von Altlasten bergen, selbst wenn sich diese nicht unmittelbar auf dem Grundstück befanden. Das zuständige Umweltamt gibt Auskunft, ob das Grundstück im Altlastenkataster als verdächtig verzeichnet ist. Hat man trotzdem Zweifel, sollten im Kaufvertrag Regelungen für den Fall getroffen werden, dass Altlasten vorhanden sind. Das gilt auch, wenn sich herausstellen sollte, dass der Baugrund für eine Bebauung nicht geeignet ist.
  3. Endgültige Klarheit über die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Baugrunds verschafft ein Bodengutachten. „Im Hinblick auf die Kostenfallen, die sich hier verstecken, sind 1.000 Euro für ein Bodengutachten sehr gut investiert“, erklärt Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Mitglieder der Schutzgemeinschaft beispielsweise können von Vorzugskonditionen profitieren, mehr Informationen gibt es unter finanzierungsschutz.de.
  4. Angehende Eigenheimbauer sollten sich beim Verkäufer des Grundstücks über den Umfang der Erschließung informieren. Ist das Grundstück noch nicht an das öffentliche Entwässerungssystem angeschlossen, entstehen zusätzliche Kosten, falls diese Maßnahmen durchgeführt werden.
  5. Sind Maßnahmen wie etwa ein Straßenausbau erst kürzlich erfolgt, sollte man sich darüber informieren, ob die entsprechenden Kostenbescheide bereits ergangen sind. Kostenschuldner ist immer der zum Zeitpunkt der Zustellung des Kostenbescheides im Grundbuch eingetragene Eigentümer, nicht derjenige, der zum Zeitpunkt der Ausführung der Maßnahme Eigentümer war.
  6. Ganz wichtig, der Käufer sollte sich im Vorfeld der Unterzeichnung des Kaufvertrags einen aktuellen Grundbuchauszug vorlegen lassen. Nur so kann er feststellen, ob in der Abt. 1 eingetragene Eigentümer des Grundbuches, auch der Verkäufer ist. Weiter sind die Abt. 2 und Abt. 3 des Grundbuches zu prüfen. Eintragungen in der Abt. 2 des Grundbuches, die sich auf das Flurstück beziehen, z. B. Wege- und Leitungsrechte, können die Bebauungsmöglichkeiten erheblich einschränken. Sind Belastungen in der Abt. 3 des Grundbuches, z. B. Hypotheken, gehen diese auf dem Käufer über, sofern sie nicht im Kaufvertrag ausgeschlossen werden.

DER KAUFVERTRAG

Das Gesetz sieht vor, dass der private Käufer bei einem Grundstücks-Kaufvertrag mit einem gewerblichen Verkäufer mindestens 14 Tage vor Unterzeichnung Kenntnis vom genauen Wortlaut des Beurkundungstextes bekommt. Aber auch bei einem Vertrag unter Privatleuten sollten sich beide Seiten ausreichend Zeit zur Prüfung des Vertrages nehmen, um den Text vom Kaufvertragsentwurf gewissenhaft kontrollieren zu können. Fehler im Kaufvertrag lassen sich nur mit einem notariellen Nachvertrag korrigieren, was mitunter sehr teuer werden kann.

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